Seckau · Mariä Himmelfahrt

Seckau, Österreich

Über diese Kirche

Basilika · Pfarr- und Klosterkirche

Bedeutung: Seckau ist seit der Klostergründung Brennpunkt spirituellen Lebens – Grabstätte von Reimchronist Ottokar und Minnesänger Ulrich von Liechtenstein.

Besonderheiten: kunsthistorisch wichtig, regionalgeschichtlich wichtig, religiös bedeutend, Pilgerziel, politisch / historisch relevant, architektonisch besonders, sozialgeschichtlich bedeutsam

Eintritt: Basilika: freier Eintritt (täglich 6–20 Uhr). Ausstellung „Welt der Mönche“: Erwachsene ca. € 7, Gruppen € 6, Schüler € 4 (Preise lt. Kloster, bitte vor Besuch bestätigen)

Barrierefreiheit: Ja

Führungen: Ja

Highlights

Kreuzigungsgruppe (Lettnerkreuz) Kreuzigungsgruppe (Lettnerkreuz)Standort: Altarraum / Apsis Datierung: frühes 13. Jahrhundert (seit 1964 im Altarraum installiert) Material / Art: Holz, vollplastisch Künstler / Hersteller: unbekannt Die eindrucksvolle Kreuzigungsgruppe in der Apsis zeigt den Gekreuzigten mit ausgebreiteten Armen, die wie Flügel wirken und den Corpus emporheben. Die Darstellung zählt zu den wertvollsten romanischen Lettnergruppen im deutschen Kulturraum und zeigt Christus als souveränen König im Übergang zur Gotik. 1964 von Clemens Holzmeister im Altarraum installiert.Weiterlesen Seckauer Gnadenbild (Nikopoia) Seckauer Gnadenbild (Nikopoia)Standort: Gnadenkapelle / Nördliches Seitenschiff Datierung: 12. Jahrhundert (Neufassung 1950/53) Material / Art: Marmor Künstler / Hersteller: venetianische Kunstschule; Neufassung Br. Bernward Schmid Aus Marmor gearbeitete Darstellung zeigt Maria als thronende Herrscherin mit dem Jesukind. Griechische Bezeichnung ‚Nikopoia‘ (Siegbringerin). Neben der Kreuzigungsgruppe einer der wertvollsten Schätze der Abtei.Weiterlesen Dreifaltigkeitsaltar / Mariä-Krönungsaltar Dreifaltigkeitsaltar / Mariä-KrönungsaltarStandort: Bischofskapelle / Nördliches Seitenschiff Datierung: 1489 (geweiht durch Propst Johannes Dürnberger) Material / Art: Holz geschnitzt Künstler / Hersteller: Südtiroler Werkstatt Darstellung der Heiligsten Dreifaltigkeit mit drei bekrönten Häuptern aus einem Körper, die gemeinsam die Krönung Mariens vollziehen. Marienfigur von 8 Engeln umgeben. Doppelkreis mit Stammbaum Christi. Predella zeigt Stifter Propst Dürnberger.Weiterlesen Seckauer Apokalypse (Engelkapelle / Boeckl-Fresken) Seckauer Apokalypse (Engelkapelle / Boeckl-Fresken)Standort: Engelkapelle / Nördliches Seitenschiff Datierung: 1952–1960 Material / Art: Freskenzyklus Künstler / Hersteller: Herbert Boeckl Szenen aus der Offenbarung des Johannes von Herbert Boeckl. Zählt zu den bedeutendsten Werken österreichischer Sakralkunst seit 1945. Entstehung verdankt sie dem visionären Abt Benedikt Reetz.Weiterlesen Habsburger Mausoleum Habsburger MausoleumStandort: Nördliches Seitenschiff / Ostteil Datierung: 1572–1612 Material / Art: Diverse (Stein, Stuck, Malerei, Marmor, Damast) Künstler / Hersteller: Sebastian Carlone, Alexander de Verda, Theodor Ghisi Karl II. ließ in zwei abgetrennten Jochen ein um 5 Stufen erhöhtes Mausoleum in Schrankenarchitektur errichten. Bühnenartige Szenerie mit Habsburger-Wappen und Wappen der 23 Erbländer. Kenotaph aus weinrot gesprenkeltem Marmor.Weiterlesen Renaissance-Kreuzgang Renaissance-KreuzgangStandort: Südlich der Basilika Datierung: 1588 Material / Art: Seckauer Sandstein, zweigeschoßig Künstler / Hersteller: Bernhard da Silvo (Entwurf) Zweigeschoßiger Bau aus Seckauer Sandstein. Bei Renovierung 1966/67 bedeutende Reste des romanischen Baubestandes entdeckt und konserviert.Weiterlesen Kreuzaltar KreuzaltarStandort: Südliches Seitenschiff Datierung: 1523 Material / Art: Holz, Kombination Spätgotik/Frührenaissance Künstler / Hersteller: Stiftung Propst Gregor Schärdinger Dreiteiliges Werk, das gotische Flügelaltarform mit Renaissance-Elementen vereint.Weiterlesen
GeschichteGründungslegendeWeiterlesen WidmungWidmungWeiterlesen Umbauten & ErweiterungenUmbauten & ErweiterungenWeiterlesen Besondere GeschichteBesondere GeschichteWeiterlesen
Kreuzigungsgruppe (Lettnerkreuz)

Kreuzigungsgruppe (Lettnerkreuz)

Standort: Altarraum / Apsis
Datierung: frühes 13. Jahrhundert (seit 1964 im Altarraum installiert)
Material / Art: Holz, vollplastisch
Künstler / Hersteller: unbekannt
Die eindrucksvolle Kreuzigungsgruppe in der Apsis zeigt den Gekreuzigten mit ausgebreiteten Armen, die wie Flügel wirken und den Corpus emporheben. Die Darstellung zählt zu den wertvollsten romanischen Lettnergruppen im deutschen Kulturraum und zeigt Christus als souveränen König im Übergang zur Gotik. 1964 von Clemens Holzmeister im Altarraum installiert.
Seckauer Gnadenbild (Nikopoia)

Seckauer Gnadenbild (Nikopoia)

Standort: Gnadenkapelle / Nördliches Seitenschiff
Datierung: 12. Jahrhundert (Neufassung 1950/53)
Material / Art: Marmor
Künstler / Hersteller: venetianische Kunstschule; Neufassung Br. Bernward Schmid
Aus Marmor gearbeitete Darstellung zeigt Maria als thronende Herrscherin mit dem Jesukind. Griechische Bezeichnung ‚Nikopoia‘ (Siegbringerin). Neben der Kreuzigungsgruppe einer der wertvollsten Schätze der Abtei.
Dreifaltigkeitsaltar / Mariä-Krönungsaltar

Dreifaltigkeitsaltar / Mariä-Krönungsaltar

Standort: Bischofskapelle / Nördliches Seitenschiff
Datierung: 1489 (geweiht durch Propst Johannes Dürnberger)
Material / Art: Holz geschnitzt
Künstler / Hersteller: Südtiroler Werkstatt
Darstellung der Heiligsten Dreifaltigkeit mit drei bekrönten Häuptern aus einem Körper, die gemeinsam die Krönung Mariens vollziehen. Marienfigur von 8 Engeln umgeben. Doppelkreis mit Stammbaum Christi. Predella zeigt Stifter Propst Dürnberger.
Seckauer Apokalypse (Engelkapelle / Boeckl-Fresken)

Seckauer Apokalypse (Engelkapelle / Boeckl-Fresken)

Standort: Engelkapelle / Nördliches Seitenschiff
Datierung: 1952–1960
Material / Art: Freskenzyklus
Künstler / Hersteller: Herbert Boeckl
Szenen aus der Offenbarung des Johannes von Herbert Boeckl. Zählt zu den bedeutendsten Werken österreichischer Sakralkunst seit 1945. Entstehung verdankt sie dem visionären Abt Benedikt Reetz.
Habsburger Mausoleum

Habsburger Mausoleum

Standort: Nördliches Seitenschiff / Ostteil
Datierung: 1572–1612
Material / Art: Diverse (Stein, Stuck, Malerei, Marmor, Damast)
Künstler / Hersteller: Sebastian Carlone, Alexander de Verda, Theodor Ghisi
Karl II. ließ in zwei abgetrennten Jochen ein um 5 Stufen erhöhtes Mausoleum in Schrankenarchitektur errichten. Bühnenartige Szenerie mit Habsburger-Wappen und Wappen der 23 Erbländer. Kenotaph aus weinrot gesprenkeltem Marmor.
Renaissance-Kreuzgang

Renaissance-Kreuzgang

Standort: Südlich der Basilika
Datierung: 1588
Material / Art: Seckauer Sandstein, zweigeschoßig
Künstler / Hersteller: Bernhard da Silvo (Entwurf)
Zweigeschoßiger Bau aus Seckauer Sandstein. Bei Renovierung 1966/67 bedeutende Reste des romanischen Baubestandes entdeckt und konserviert.
Kreuzaltar

Kreuzaltar

Standort: Südliches Seitenschiff
Datierung: 1523
Material / Art: Holz, Kombination Spätgotik/Frührenaissance
Künstler / Hersteller: Stiftung Propst Gregor Schärdinger
Dreiteiliges Werk, das gotische Flügelaltarform mit Renaissance-Elementen vereint.
Geschichte

Geschichte

Gründungslegende

Adalram von Waldeck ging 1142 in den Wäldern der Seckauer Hochebene auf die Jagd und folgte einem prächtigen Hirsch. Erschöpft schlief er ein und sah im Traum Maria in hellem Licht, die ihm zurief ‚Hic seca!‘ – ‚Fälle hier!‘. Er fällte den nächsten Baum und ein steinernes Marienbild fiel ihm entgegen – das Gnadenbild von Seckau.

Widmung

Widmung

Ursprünglicher Altar geweiht den Hl. Drei Königen; Maria als ‚Hauspatronin‘ – Seckauer Gnadenbild

Umbauten & Erweiterungen

Umbauten & Erweiterungen

1218: Errichtung des Suffraganbistums Seckau durch Erzbischof Eberhard II., Kirche wird Kathedralkirche, Vorhalle angebaut
1259: Verheerender Brand verwüstet Kloster und romanische Holzdecke; gotischer Kreuzgang entsteht danach
1332: Ablassbrief Papst Johannes XXII. für Gläubige der Diözese Seckau bei Verehrung des Gnadenbildes
1590: Beisetzung Erzherzog Karl II. im Mausoleum der Basilika
1625–1628: Fertigstellung des Renaissancebaus der Klosteranlage mit dreistöckigem 100m-Arkadengang
1782: Aufhebung des Stiftes durch Kaiser Joseph II. nach 640 Jahren; Verfall, Verschleppung von Büchern und Kunstschätzen
1883: Wiederbesiedelung durch Beuroner Benediktinermönche am 8. September
1886: Einsturz des Nordturms, Zerstörung eines Teils des Nordtrakts
1893: Vollendung neuer Kirchtürme im neoromanischen Stil; Erweiterung um 2 Joche nach Osten
1952–1960: Boeckl-Fresken in der Engelkapelle
1964: Neugestaltung des Altarraumes durch Clemens Holzmeister
2017/18: Innenrestaurierung anlässlich 800-Jahr-Jubiläum der Diözese; neuer Steinboden, Lichttechnik

Besondere Geschichte

Besondere Geschichte

Gründungslegende: Adalram von Waldeck ging 1142 in den Wäldern der Seckauer Hochebene auf die Jagd und folgte einem prächtigen Hirsch. Erschöpft schlief er ein und sah im Traum Maria in hellem Licht, die ihm zurief ‚Hic seca!‘ – ‚Fälle hier!‘. Er fällte den nächsten Baum und ein steinernes Marienbild fiel ihm entgegen – das Gnadenbild von Seckau.
1259: Verheerender Klosterbrand
1883: Wiederbesiedelung durch Beuroner Benediktinermönche
1886: Einsturz des Nordturms

Audioguide

Entstehung & Geschichte – Vom Traum eines Adeligen zum Dom im Gebirge1:57
Die Vorhalle – Wo Recht gesprochen wurde1:15
Das Sternrippengewölbe – Ein Himmel aus Stein1:13
Das Seckauer Gnadenbild – Die Siegbringerin1:21
Die Kreuzigungsgruppe – Der König am Kreuz1:39
Das Habsburger Mausoleum – Macht, Tod und Auferstehung1:40
Die Boeckl-Apokalypse – Vision einer kleinen Kapelle1:36
Die Orgel – Dreitausend Pfeifen, ein Klang1:35
Der Kreuzgang & Kapitelsaal – Schichten der Zeit1:38

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