Leoben-Hinterberg · Heiliger Schutzengel

Leoben, Österreich

Über diese Kirche

Pfarrkirche · Zentralbau im Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils

Bedeutung: Fachlich die deutlichste bauliche Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils unter den steirischen Pfarrkirchen – gestaltet von Ferdinand Schuster.

Besonderheiten: Architektonisch besonders, Kunsthistorisch wichtig, Religiös bedeutend

Barrierefreiheit: Keine Angabe

Führungen: Keine Angabe

Highlights

Der Altarraum – Liturgisches Zentrum Der Altarraum – Liturgisches ZentrumStandort: Zentrum der Kirche Datierung: 1967 Material / Art: Stahlbetonskelett aus vier sich kreuzenden Rahmen; Altar, Ambo und Tabernakel als bauliches Ensemble Künstler / Hersteller: Ferdinand Schuster (Architekt) Die Kirche ist als quadratischer Zentralbau über der Grundform eines griechischen Kreuzes angelegt. In der Mitte steht der Altar, flankiert von Ambo/Kanzel und Tabernakel – Wortverkündigung und eucharistische Gegenwart stehen sich wie zwei Pole gegenüber. Das Gestühl gruppiert sich in drei Blöcken um den Altar, die vierte Seite bleibt dem Klerus vorbehalten; auf eine isolierende Sängerempore wurde bewusst verzichtet. Eine zentrale Oberlicht-Laterne lenkt die Lichtführung auf diese Mitte.Weiterlesen Der Tabernakel Der TabernakelStandort: Neben dem Altar Datierung: 1967 Material / Art: Tresorartig gestaltetes Tabernakel Der Tabernakel gilt als markantes Zentrum der Kirche: Der katholischen Lehre nach ist Christus im eucharistischen Brot leibhaftig gegenwärtig, weshalb der Tabernakel als ‚Schatz der Kirche‘ bewusst tresorartig gestaltet wurde. Beim Betreten der Kirche fällt das ewige Licht unmittelbar darauf.Weiterlesen Die Schutzengel-Gobelins Die Schutzengel-GobelinsStandort: Wand hinter der Sessio (Priestersitz) Datierung: 1967 Material / Art: Handgewebter Gobelin Künstler / Hersteller: Konzept: Rudolf Szyszkowitz (1905–1976); Ausführung: Mira Zemann Hinter dem Priestersitz sind die beiden Schutzengel dargestellt – entsprechend dem Patrozinium ‚Heiliger Schutzengel‘. Sie wurden nach einem Konzept des steirischen Malers Rudolf Szyszkowitz gestaltet und von der Hinterbergerin Mira Zemann von Hand als Gobelin gewebt.Weiterlesen Die Taufkapelle Die TaufkapelleStandort: Zwischen den beiden Eingangstüren (westlicher Seitenannex) Datierung: 1967 Material / Art: Kapellenraum (Baptisterium) Gegenüber von Kanzel und Tabernakel liegt die Taufkapelle unmittelbar zwischen den beiden Eingangstüren. Sie versinnbildlicht den Eintritt als Christ in die Kirche: Beim Überschreiten der Schwelle wird man Mitglied der Gemeinde – ein Weg hin zur Mitte, hin zu Christus, der Leben, Sterben und Auferstehung miteinander verbindet.Weiterlesen Ausrichtung & Deckenkonstruktion Ausrichtung & DeckenkonstruktionStandort: Gesamtbau Datierung: 1967 Material / Art: Beton, unglasierte Keramikplatten, Aluminium, farbloses Glas Künstler / Hersteller: Ferdinand Schuster (Architekt) Anders als traditionell ostausgerichtete Prozessionskirchen der Umgebung verlagert Hinterberg die Ausrichtung in die liturgische Mitte: Acht kreuzförmige Betonstützen tragen eine flache Decke mit zentraler Oberlicht-Laterne, durch die Christus als ‚Licht der Welt‘ symbolisch über dem Altar erscheint statt über der im Osten aufgehenden Sonne.Weiterlesen
GeschichteWeiterlesen WidmungWidmungWeiterlesen Umbauten & ErweiterungenUmbauten & ErweiterungenWeiterlesen Besondere GeschichteBesondere GeschichteWeiterlesen
Der Altarraum – Liturgisches Zentrum

Der Altarraum – Liturgisches Zentrum

Standort: Zentrum der Kirche
Datierung: 1967
Material / Art: Stahlbetonskelett aus vier sich kreuzenden Rahmen; Altar, Ambo und Tabernakel als bauliches Ensemble
Künstler / Hersteller: Ferdinand Schuster (Architekt)
Die Kirche ist als quadratischer Zentralbau über der Grundform eines griechischen Kreuzes angelegt. In der Mitte steht der Altar, flankiert von Ambo/Kanzel und Tabernakel – Wortverkündigung und eucharistische Gegenwart stehen sich wie zwei Pole gegenüber. Das Gestühl gruppiert sich in drei Blöcken um den Altar, die vierte Seite bleibt dem Klerus vorbehalten; auf eine isolierende Sängerempore wurde bewusst verzichtet. Eine zentrale Oberlicht-Laterne lenkt die Lichtführung auf diese Mitte.
Der Tabernakel

Der Tabernakel

Standort: Neben dem Altar
Datierung: 1967
Material / Art: Tresorartig gestaltetes Tabernakel
Der Tabernakel gilt als markantes Zentrum der Kirche: Der katholischen Lehre nach ist Christus im eucharistischen Brot leibhaftig gegenwärtig, weshalb der Tabernakel als ‚Schatz der Kirche‘ bewusst tresorartig gestaltet wurde. Beim Betreten der Kirche fällt das ewige Licht unmittelbar darauf.
Die Schutzengel-Gobelins

Die Schutzengel-Gobelins

Standort: Wand hinter der Sessio (Priestersitz)
Datierung: 1967
Material / Art: Handgewebter Gobelin
Künstler / Hersteller: Konzept: Rudolf Szyszkowitz (1905–1976); Ausführung: Mira Zemann
Hinter dem Priestersitz sind die beiden Schutzengel dargestellt – entsprechend dem Patrozinium ‚Heiliger Schutzengel‘. Sie wurden nach einem Konzept des steirischen Malers Rudolf Szyszkowitz gestaltet und von der Hinterbergerin Mira Zemann von Hand als Gobelin gewebt.
Die Taufkapelle

Die Taufkapelle

Standort: Zwischen den beiden Eingangstüren (westlicher Seitenannex)
Datierung: 1967
Material / Art: Kapellenraum (Baptisterium)
Gegenüber von Kanzel und Tabernakel liegt die Taufkapelle unmittelbar zwischen den beiden Eingangstüren. Sie versinnbildlicht den Eintritt als Christ in die Kirche: Beim Überschreiten der Schwelle wird man Mitglied der Gemeinde – ein Weg hin zur Mitte, hin zu Christus, der Leben, Sterben und Auferstehung miteinander verbindet.
Ausrichtung & Deckenkonstruktion

Ausrichtung & Deckenkonstruktion

Standort: Gesamtbau
Datierung: 1967
Material / Art: Beton, unglasierte Keramikplatten, Aluminium, farbloses Glas
Künstler / Hersteller: Ferdinand Schuster (Architekt)
Anders als traditionell ostausgerichtete Prozessionskirchen der Umgebung verlagert Hinterberg die Ausrichtung in die liturgische Mitte: Acht kreuzförmige Betonstützen tragen eine flache Decke mit zentraler Oberlicht-Laterne, durch die Christus als ‚Licht der Welt‘ symbolisch über dem Altar erscheint statt über der im Osten aufgehenden Sonne.

Geschichte

Widmung

Widmung

Die Kirche ist dem Heiligen Schutzengel geweiht (Fest: 2. Oktober). Der Kirchweihtag wird am 10. September begangen.

Umbauten & Erweiterungen

Umbauten & Erweiterungen

- 1967 – Fertigstellung und Weihe der Pfarrkirche nach Plänen von Ferdinand Schuster.
- 1968 – Kanonische Errichtung der Pfarre Leoben-Hinterberg; Beginn der Matrikenführung.
- 1971 – Errichtung von Pfarrhaus und Pfarrheim als Ergänzung zum geplanten Pfarrbezirk (Kirche, Pfarrhaus, Pfarrsaal, Jugendheim, Kindergarten).

Besondere Geschichte

Besondere Geschichte

- Die Kirche wurde bereits 1967 fertiggestellt – noch am Beginn des Zweiten Vatikanischen Konzils – und gilt damit als ungewöhnlich frühe und konsequente architektonische Umsetzung der Konzilsidee in der Steiermark.
- Für Bau und künstlerische Gestaltung wurden die damals bedeutendsten Künstler und Architekten der Steiermark herangezogen: Architekt Ferdinand Schuster und der als „steirischer Kunstpapst“ bezeichnete Maler Rudolf Szyszkowitz.
- Die beiden Schutzengel-Darstellungen hinter dem Priestersitz wurden nach einem Konzept von Rudolf Szyszkowitz entworfen und von der Hinterbergerin Mira Zemann von Hand als Gobelin gewebt.
- Anders als benachbarte, traditionell ostausgerichtete Prozessionskirchen der Region verlagert die Kirche in Hinterberg ihre Ausrichtung bewusst in die liturgische Mitte: Christus als „Licht der Welt“ wird nicht durch die aufgehende Morgensonne, sondern durch das Licht um den zentralen Altar symbolisiert.
- Die Kirche wurde als geistlicher Mittelpunkt einer neu entstehenden Siedlung errichtet; der freistehende Kampanile soll dabei „wie ein zeigender Finger“ auf die Mitte des Ortes hinweisen.

Audioguide

Entstehung & Geschichte1:48
Der Altarraum1:20
Der Tabernakel1:14
Die Schutzengel-Gobelins1:07
Die Taufkapelle1:06
Der Kampanile1:01
Ausrichtung & Deckenkonstruktion1:35

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