Mariatrost · Basilika Maria Trost

Graz, Österreich

Über diese Kirche

Basilika · Wallfahrtskirche

Bedeutung: Nach Mariazell zweitgrößte Wallfahrtskirche der Steiermark – seit 1999 päpstliche Basilika, mit Gnadenstatue aus dem 15. Jahrhundert.

Besonderheiten: kunsthistorisch wichtig, regionalgeschichtlich wichtig, religiös bedeutend, Pilgerziel, architektonisch besonders

Barrierefreiheit: Keine Angabe

Führungen: Keine Angabe

Highlights

Stifterfresko (auch: Gründerfresko) Stifterfresko (auch: Gründerfresko)Standort: Östlicher Teil der Basilika, im ersten Stock, hinter der Gnadenstatue Datierung: 1747 Material / Art: Deckenfresko in Scheinarchitektur mit perspektivisch verkürzter Untersicht Künstler / Hersteller: Johann Baptist Scheidt Das Stifterfresko (auch Gründerfresko) wurde 1747 von Johann Baptist Scheidt in Scheinarchitektur mit perspektivisch verkürzter Untersicht gemalt. Es zeigt den Stifter Franz Kaspar Conduzzi (auch: Contuzzi), der mit seiner Frau an der Brüstung eines Balkons steht und der Gottesmutter den Stifterbrief überreicht. Nur bei Führungen zugänglich.Weiterlesen Gnadenstatue (Muttergottes) Gnadenstatue (Muttergottes)Standort: Kam über die Annakapelle (ehemalige Burgkapelle) nach Mariatrost; heute im Zentrum der Basilika verehrt Datierung: ca. 1460 (gotisch), 1695 barockisiert Material / Art: Gotische Marienstatue, 1695 barock überarbeitet („verbarockisiert“) Die gotische Marienstatue stammt aus der Zeit um 1460 und wurde 1695 barock überarbeitet. Der Sage nach entdeckte Johann Maximilian von Wilfersdorf die Statue in einer Klosterzelle im Stift Rein und bat den Abt, sie ihm zu schenken; so gelangte sie über die Annakapelle nach Mariatrost. Sie steht im Zentrum der Wallfahrt.Weiterlesen Gruft (Grüfte der Basilika) Gruft (Grüfte der Basilika)Standort: Unter dem Fußboden der Basilika (drei Grufträume: vordere und hintere Gruft) Datierung: 18. Jahrhundert (öffentlich zugänglich bis 1895) Material / Art: Drei Grufträume unter dem Kirchenboden Unter dem Fußboden der Basilika befinden sich drei Grufträume mit insgesamt 39 Bestatteten, darunter Paulinermönche. In der vorderen Gruft liegt der Grazer Geschichtsschreiber Stadl mit Familie; die hintere Gruft ist Begräbnisstätte der Pauliner mit 34 Särgen. Zudem wurde das lange unbekannte Grab eines Komponisten entdeckt.Weiterlesen Orgel und Fernwerk Orgel und FernwerkStandort: Fernwerk im Dachboden der Basilika; Hauptorgel im Kirchenraum Datierung: Vorgängerorgel von 1920; Fernwerk seit 1941 unbespielbar, 2021 restauriert Material / Art: Orgel mit Fernwerk (Effektregister) Künstler / Hersteller: Drago Lukman (Orgelbauer, Restaurierung 2021) Das Fernwerk befindet sich im Dachboden; der Schall gelangt durch eine Luke in der Kuppel in den Kirchenraum, was einen „himmlischen“ Klang erzeugt. Es ist ein Rest der Vorgängerorgel von 1920. Von 1941 bis zur Restaurierung 2021 durch Drago Lukman war es nicht mehr intakt. Es wird über das dritte Manual der Hauptorgel gesteuert.Weiterlesen Lourdeskapelle (Lourdes-Grotte) Lourdeskapelle (Lourdes-Grotte)Standort: Unter dem Südturm der Basilika Datierung: Neugestaltung, Wiedereinweihung März 2023 Material / Art: Kapelle/Grotte, neu gestaltet Künstler / Hersteller: DI Ulrike Riegler (Architektin, Graz) Die Lourdeskapelle unter dem Südturm der Basilika gilt als „Ort der Kraft“. Sie wurde von der Grazer Architektin DI Ulrike Riegler neu entworfen, renoviert, vergrößert und im März 2023 wiedereingeweiht. Gläubige hängen dort bis heute Bitt- und Dankestäfelchen für Gesundheit und Heilung von Krankheiten auf.Weiterlesen
GeschichteGründungssage der WallfahrtWeiterlesen WidmungWidmungWeiterlesen Umbauten & ErweiterungenUmbauten & ErweiterungenWeiterlesen Besondere GeschichteBesondere GeschichteWeiterlesen
Stifterfresko (auch: Gründerfresko)

Stifterfresko (auch: Gründerfresko)

Standort: Östlicher Teil der Basilika, im ersten Stock, hinter der Gnadenstatue
Datierung: 1747
Material / Art: Deckenfresko in Scheinarchitektur mit perspektivisch verkürzter Untersicht
Künstler / Hersteller: Johann Baptist Scheidt
Das Stifterfresko (auch Gründerfresko) wurde 1747 von Johann Baptist Scheidt in Scheinarchitektur mit perspektivisch verkürzter Untersicht gemalt. Es zeigt den Stifter Franz Kaspar Conduzzi (auch: Contuzzi), der mit seiner Frau an der Brüstung eines Balkons steht und der Gottesmutter den Stifterbrief überreicht. Nur bei Führungen zugänglich.
Gnadenstatue (Muttergottes)

Gnadenstatue (Muttergottes)

Standort: Kam über die Annakapelle (ehemalige Burgkapelle) nach Mariatrost; heute im Zentrum der Basilika verehrt
Datierung: ca. 1460 (gotisch), 1695 barockisiert
Material / Art: Gotische Marienstatue, 1695 barock überarbeitet („verbarockisiert“)
Die gotische Marienstatue stammt aus der Zeit um 1460 und wurde 1695 barock überarbeitet. Der Sage nach entdeckte Johann Maximilian von Wilfersdorf die Statue in einer Klosterzelle im Stift Rein und bat den Abt, sie ihm zu schenken; so gelangte sie über die Annakapelle nach Mariatrost. Sie steht im Zentrum der Wallfahrt.
Gruft (Grüfte der Basilika)

Gruft (Grüfte der Basilika)

Standort: Unter dem Fußboden der Basilika (drei Grufträume: vordere und hintere Gruft)
Datierung: 18. Jahrhundert (öffentlich zugänglich bis 1895)
Material / Art: Drei Grufträume unter dem Kirchenboden
Unter dem Fußboden der Basilika befinden sich drei Grufträume mit insgesamt 39 Bestatteten, darunter Paulinermönche. In der vorderen Gruft liegt der Grazer Geschichtsschreiber Stadl mit Familie; die hintere Gruft ist Begräbnisstätte der Pauliner mit 34 Särgen. Zudem wurde das lange unbekannte Grab eines Komponisten entdeckt.
Orgel und Fernwerk

Orgel und Fernwerk

Standort: Fernwerk im Dachboden der Basilika; Hauptorgel im Kirchenraum
Datierung: Vorgängerorgel von 1920; Fernwerk seit 1941 unbespielbar, 2021 restauriert
Material / Art: Orgel mit Fernwerk (Effektregister)
Künstler / Hersteller: Drago Lukman (Orgelbauer, Restaurierung 2021)
Das Fernwerk befindet sich im Dachboden; der Schall gelangt durch eine Luke in der Kuppel in den Kirchenraum, was einen „himmlischen“ Klang erzeugt. Es ist ein Rest der Vorgängerorgel von 1920. Von 1941 bis zur Restaurierung 2021 durch Drago Lukman war es nicht mehr intakt. Es wird über das dritte Manual der Hauptorgel gesteuert.
Lourdeskapelle (Lourdes-Grotte)

Lourdeskapelle (Lourdes-Grotte)

Standort: Unter dem Südturm der Basilika
Datierung: Neugestaltung, Wiedereinweihung März 2023
Material / Art: Kapelle/Grotte, neu gestaltet
Künstler / Hersteller: DI Ulrike Riegler (Architektin, Graz)
Die Lourdeskapelle unter dem Südturm der Basilika gilt als „Ort der Kraft“. Sie wurde von der Grazer Architektin DI Ulrike Riegler neu entworfen, renoviert, vergrößert und im März 2023 wiedereingeweiht. Gläubige hängen dort bis heute Bitt- und Dankestäfelchen für Gesundheit und Heilung von Krankheiten auf.
Geschichte

Geschichte

Gründungssage der Wallfahrt

Ein Pilger soll berichtet haben, dass die Mutter Gottes auf diesem Berg (dem sogenannten Purberg) verehrt werden möchte – so entstand der Überlieferung nach die Wallfahrtsstätte Mariatrost.

Widmung

Widmung

Der Gottesmutter Maria geweiht; im Zentrum der Wallfahrt steht die Gnadenstatue (gotisch, um 1460, 1695 barock überarbeitet).

Umbauten & Erweiterungen

Umbauten & Erweiterungen

1714: Grundsteinlegung; die gesamte Bauzeit betrug 143 Jahre, erste Messen bereits nach 30 Jahren
1846: Die Franziskaner kommen nach Mariatrost (initiiert durch Pater Johannes Dorner) und bleiben rund 150 Jahre
1980er Jahre: Große Renovierung/Sanierung
1997/98: Übergang der Anlage an die Diözese Graz-Seckau; erster Diözesanpriester ist Pfarrer Bierbauer
1999: Erhebung zur päpstlichen Basilika
2021: Restaurierung des Orgel-Fernwerks durch Drago Lukman, nachdem es seit 1941 nicht mehr intakt war
Seit 2019: Laufende Renovierung der Basilika

Besondere Geschichte

Besondere Geschichte

Sage: Johann Maximilian von Wilfersdorf, Besitzer der nahen Burg, besuchte seinen Bruder im Stift Rein, sah dort in einer Klosterzelle die schöne Marienstatue und bat den Abt, sie ihm zu schenken – so gelangte die Statue über die Annakapelle (ehemalige Burgkapelle) nach Mariatrost.
Pilger-Sage: Ein Pilger soll berichtet haben, dass die Mutter Gottes auf diesem Berg verehrt werden möchte, was zur Entstehung der Wallfahrtsstätte führte.
In der Gruft wurde das lange unbekannte Grab eines Komponisten entdeckt (‚geheimer Komponist‘).
Der Stollen im Berg unterhalb der Kirche diente der Bevölkerung im Krieg als Schutz vor Bomben; Teile stehen heute als Fledermausschutzgebiet unter Naturschutz.
Mariatrost war für viele steirische Kinder (z. B. aus der Gegend um Weiz) der traditionelle Ort der Firmung.
In der Lourdeskapelle hängen bis heute Bitt- und Dankestäfelchen der Gläubigen.
Das Glockengeläut der Basilika wurde von Michael Rexeis professionell aufgezeichnet.

Audioguide

Entstehung & Geschichte1:38
Die Gnadenstatue0:56
Das Stifterfresko0:55
Orgel und Fernwerk0:51
Die Gruft0:56
Die Lourdeskapelle0:50

Videos

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