Maria Freienstein

St. Peter Freienstein, Österreich

Über diese Kirche

Wallfahrtskirche · Maria Sieben Schmerzen

Bedeutung: Seltene Verschmelzung von mittelalterlicher Wehrburg und barocker Wallfahrtskirche – ein wenig bekanntes architektonisches Juwel der Steiermark.

Besonderheiten: Religiös bedeutend, Pilgerziel, architektonisch besonders, regionalgeschichtlich wichtig, kunsthistorisch wichtig

Barrierefreiheit: Keine Angabe

Führungen: Auf Anfrage

Highlights

Rundturm und Ringmauer der ehemaligen Wehrburg Rundturm und Ringmauer der ehemaligen WehrburgStandort: Kirchhof / Außenanlage, umgibt zwei Felsplateaus Datierung: Burg 11./12. Jh.; in die Kirchenanlage integriert seit 1660–1665 Material / Art: Bruchstein-Wehrmauerwerk Der mächtige Rundturm und die Ringmauer sind die sichtbarsten erhaltenen Reste der mittelalterlichen Burg der Aribonen. Sie umschließen einen auf zwei Felsplateaus verteilten Kirchhof und wurden von den Jesuiten bewusst in die barocke Kirchenanlage integriert, statt beseitigt zu werden.Weiterlesen Priesterstöckl (ehemaliges Torgebäude mit Schießscharten) Priesterstöckl (ehemaliges Torgebäude mit Schießscharten)Standort: Zugang / Torbereich der Kirchenanlage Datierung: Ursprünglich Wehrbau der Burg, seit dem Kirchenumbau als Priesterwohnung genutzt Material / Art: Zweiräumiger Steinbau mit Schießscharten Das zweiräumige Torgebäude mit erhaltenen Schießscharten diente ursprünglich der Verteidigung der Burg und wird heute als Priesterstöckl genutzt – ein anschauliches Beispiel dafür, wie Wehrbau und Sakralbau am selben Ort ineinander übergehen.Weiterlesen Altarausstattung im Jesuitenstil Altarausstattung im JesuitenstilStandort: Hochaltar und Seitenaltäre im Kircheninneren Datierung: 17. Jahrhundert (im Zuge des Kirchenbaus 1660–1665) Material / Art: Holzaltäre, schwarz gefasst mit Goldverzierungen und Statuen Altäre, Kanzel und Einrichtung folgen dem charakteristischen Jesuitenstil: schwarz gefasstes Holz mit reichen Goldverzierungen und Statuen, geschaffen im Auftrag des Jesuitenkollegs Leoben, das die Kirche errichten ließ.Weiterlesen Mirakelbilder MirakelbilderStandort: Kircheninneres, im Bereich des Gnadenaltars Datierung: um 1717 (Mirakelbuch von 1682) Material / Art: Votivtafeln / Gemälde Die Mirakelbilder aus der Zeit um 1717 erzählen von Bauunfällen, von Pest, von Krebs und von Epilepsie – Gebete, die nach dem Glauben der Menschen erhört wurden. Das zugehörige Mirakelbuch von 1682 ist bis heute im Steiermärkischen Landesarchiv erhalten.Weiterlesen Deckengemälde DeckengemäldeStandort: Über dem Kirchenschiff Datierung: 17./18. Jahrhundert Material / Art: Deckenfresko / Gemälde Über dem Kirchenschiff wölbt sich ein Deckengemälde, das die Glorie des Kreuzes Christi darstellt.Weiterlesen
GeschichteVon der Wehrburg zur WallfahrtskircheWeiterlesen WidmungWidmungWeiterlesen Umbauten & ErweiterungenUmbauten & ErweiterungenWeiterlesen Besondere GeschichteBesondere GeschichteWeiterlesen
Rundturm und Ringmauer der ehemaligen Wehrburg

Rundturm und Ringmauer der ehemaligen Wehrburg

Standort: Kirchhof / Außenanlage, umgibt zwei Felsplateaus
Datierung: Burg 11./12. Jh.; in die Kirchenanlage integriert seit 1660–1665
Material / Art: Bruchstein-Wehrmauerwerk
Der mächtige Rundturm und die Ringmauer sind die sichtbarsten erhaltenen Reste der mittelalterlichen Burg der Aribonen. Sie umschließen einen auf zwei Felsplateaus verteilten Kirchhof und wurden von den Jesuiten bewusst in die barocke Kirchenanlage integriert, statt beseitigt zu werden.
Priesterstöckl (ehemaliges Torgebäude mit Schießscharten)

Priesterstöckl (ehemaliges Torgebäude mit Schießscharten)

Standort: Zugang / Torbereich der Kirchenanlage
Datierung: Ursprünglich Wehrbau der Burg, seit dem Kirchenumbau als Priesterwohnung genutzt
Material / Art: Zweiräumiger Steinbau mit Schießscharten
Das zweiräumige Torgebäude mit erhaltenen Schießscharten diente ursprünglich der Verteidigung der Burg und wird heute als Priesterstöckl genutzt – ein anschauliches Beispiel dafür, wie Wehrbau und Sakralbau am selben Ort ineinander übergehen.
Altarausstattung im Jesuitenstil

Altarausstattung im Jesuitenstil

Standort: Hochaltar und Seitenaltäre im Kircheninneren
Datierung: 17. Jahrhundert (im Zuge des Kirchenbaus 1660–1665)
Material / Art: Holzaltäre, schwarz gefasst mit Goldverzierungen und Statuen
Altäre, Kanzel und Einrichtung folgen dem charakteristischen Jesuitenstil: schwarz gefasstes Holz mit reichen Goldverzierungen und Statuen, geschaffen im Auftrag des Jesuitenkollegs Leoben, das die Kirche errichten ließ.
Mirakelbilder

Mirakelbilder

Standort: Kircheninneres, im Bereich des Gnadenaltars
Datierung: um 1717 (Mirakelbuch von 1682)
Material / Art: Votivtafeln / Gemälde
Die Mirakelbilder aus der Zeit um 1717 erzählen von Bauunfällen, von Pest, von Krebs und von Epilepsie – Gebete, die nach dem Glauben der Menschen erhört wurden. Das zugehörige Mirakelbuch von 1682 ist bis heute im Steiermärkischen Landesarchiv erhalten.
Deckengemälde

Deckengemälde

Standort: Über dem Kirchenschiff
Datierung: 17./18. Jahrhundert
Material / Art: Deckenfresko / Gemälde
Über dem Kirchenschiff wölbt sich ein Deckengemälde, das die Glorie des Kreuzes Christi darstellt.
Geschichte

Geschichte

Von der Wehrburg zur Wallfahrtskirche

Wo heute die Wallfahrtskirche Maria Freienstein steht, erhob sich bereits im 11. oder 12. Jahrhundert die Burg Freienstein, errichtet von den Aribonen hoch über dem Vordernbergertal. 1527 wurde sie an Siegmund von Herberstein verpfändet und verfiel in der Folge zur Ruine.
Der Sage nach entdeckte der frühere Hofnarr Hans in den Ruinen einen Goldschatz – und mit diesem Fund, so erzählt man sich, wurde der spätere Kirchenbau erst möglich. 1652 erwarb das Jesuitenkolleg Leoben Schloss und Herrschaft Freienstein und erhielt die erzbischöfliche Erlaubnis, die Burgruine in eine Wallfahrtskirche umzubauen. Zwischen 1660 und 1665 entstand so, auf den Fundamenten der Burg, die heutige Kirche. Geweiht wurde sie 1718.
1773 wurde der Jesuitenorden aufgehoben, die Herrschaft fiel an den Staat. Zwischen 2008 und 2018 wurde die gesamte Anlage unter Projektleiter Norbert Pint umfassend saniert – der Verein der Freunde der Wallfahrtskirche steuerte allein 200.000 Euro bei. 2018 feierte Erzbischof Franz Lackner gemeinsam mit Pfarrer Johannes Freitag und Bürgermeisterin Anita Weinkogl die Festmesse zum Abschluss der Sanierung.

Widmung

Widmung

Maria Freienstein ist der schmerzhaften Muttergottes geweiht – Maria Sieben Schmerzen (Mater Dolorosa).

Umbauten & Erweiterungen

Umbauten & Erweiterungen

- 1527 – Verpfändung von Schloss und Herrschaft Freienstein an Siegmund von Herberstein.
- 1652 – Das Jesuitenkolleg Leoben erwirbt Schloss und Herrschaft; erzbischöfliche Genehmigung zum Umbau der Burgruine in eine Kirche.
- 1660–1665 – Bau der Wallfahrtskirche auf den Fundamenten der Burg.
- 1718 – Feierliche Weihe der Wallfahrtskirche.
- 1773 – Aufhebung des Jesuitenordens; die Herrschaft fällt an den Staat.
- 2008–2018 – Generalsanierung (rund 900.000 Euro) unter Projektleiter Norbert Pint; Innenrenovierung bis 2015 abgeschlossen; Festmesse zum Abschluss am 10. August 2018 mit Erzbischof Franz Lackner.

Besondere Geschichte

Besondere Geschichte

Der Sage nach entdeckte der frühere Hofnarr Hans in den Ruinen der verfallenen Burg einen Goldschatz – mit diesem Fund soll der Bau der Jesuitenkirche erst möglich geworden sein.
Die Mirakelbilder aus der Zeit um 1717 dokumentieren Ereignisse, die Gläubige als Wunder erlebten: Bauunfälle, Pest, Krebs, Epilepsie. Das zugehörige Mirakelbuch von 1682 ist bis heute im Steiermärkischen Landesarchiv erhalten.
In den 1930er- und 1940er-Jahren nutzte der Schriftsteller Gustav Hackl die Anlage.

Videos

Entdecke Maria Freienstein

Anmelden