Geschichte
Das Stift Göss ist eine ehemalige Abtei der Benediktinerinnen in Göss
Die Ursprünge des Stifts Göss reichen bis ins Jahr 904 zurück: Mit der sogenannten Murtalschenkung erhielt die Adelsfamilie Aribo eine Landschenkung, die als älteste erhaltene Pergamenturkunde der Steiermark gilt. Die eigentliche Klostergründung erfolgte um 1000–1020 durch die Familie Aribo; mit Urkunde vom 1. Mai 1020 erhob Kaiser Heinrich II. das Nonnenstift zur Reichsabtei – der einzigen auf dem Gebiet des heutigen Österreichs.
1148–1188 entstand die eigenständige Andreaskirche als Pfarrkirche für die lokale Bevölkerung, während die Stiftskirche den Nonnen vorbehalten blieb. 1618 wurde die bis dahin rein adelige Aufnahmebeschränkung gelockert, sodass auch Bürger- und Bauerntöchter als Laienschwestern aufgenommen wurden.
1782 hob Kaiser Josef II. das Damenstift im Zuge der Josephinischen Klosterreformen auf. Von 1783 bis 1800 diente die Kirche kurzzeitig als Kathedrale des neu gegründeten Bistums Leoben, bevor sie der Diözese Seckau zugeordnet wurde. 1794 wurde die alte Andreaskirche abgetragen – erhalten blieb nur der freistehende Andreasturm als Glocken- und Uhrturm.
Im April 1797 quartierte sich Napoleon Bonaparte im aufgehobenen Stift ein; am 18. April 1797 wurde der Vorfriede von Leoben im nahen Eggenwald’schen Gartenhaus unterzeichnet. 1860 erwarb Max Kober Teile des Stifts und knüpfte an die seit 1459 belegte klösterliche Brautradition an – der Grundstein der Gösser Brauerei. 1911 wurde der weltberühmte „Gösser Ornat“ an das Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien verkauft.
1148–1188 entstand die eigenständige Andreaskirche als Pfarrkirche für die lokale Bevölkerung, während die Stiftskirche den Nonnen vorbehalten blieb. 1618 wurde die bis dahin rein adelige Aufnahmebeschränkung gelockert, sodass auch Bürger- und Bauerntöchter als Laienschwestern aufgenommen wurden.
1782 hob Kaiser Josef II. das Damenstift im Zuge der Josephinischen Klosterreformen auf. Von 1783 bis 1800 diente die Kirche kurzzeitig als Kathedrale des neu gegründeten Bistums Leoben, bevor sie der Diözese Seckau zugeordnet wurde. 1794 wurde die alte Andreaskirche abgetragen – erhalten blieb nur der freistehende Andreasturm als Glocken- und Uhrturm.
Im April 1797 quartierte sich Napoleon Bonaparte im aufgehobenen Stift ein; am 18. April 1797 wurde der Vorfriede von Leoben im nahen Eggenwald’schen Gartenhaus unterzeichnet. 1860 erwarb Max Kober Teile des Stifts und knüpfte an die seit 1459 belegte klösterliche Brautradition an – der Grundstein der Gösser Brauerei. 1911 wurde der weltberühmte „Gösser Ornat“ an das Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien verkauft.