Besondere Geschichte
Besondere Geschichte
- Gründungslegende: Ein wertvoller Schal der Stifterfamilie geht in der Mur verloren und bleibt in einer Schleife hängen – als bildhafte Deutung neben der historischen Realität der Landschenkung 904.
- Der Sage nach vertrieben betende Nonnen mit Fackeln am Kalvarienberg Angreifer, deren Lichter als „brennende Schwerter“ gedeutet wurden – volkstümliche Erklärung für Turm und Wehrmauer gegen die Türkenbedrohung.
- Napoleon Bonaparte quartierte sich im April 1797 in den Räumen des kurz zuvor aufgehobenen Stifts ein; am 18. April 1797 wurde der Vorfriede von Leoben im nahen Eggenwald’schen Gartenhaus unterzeichnet.
- Der „Josephinische Sparsarg“ von 1784 – ein wiederverwendbarer Sarg mit Bodenklappe zur Materialersparnis – ist bis heute im Schauraum des Stifts erhalten; die Maßnahme wurde nach massiven Protesten bereits nach 6 Monaten zurückgenommen.
- Die Stiftschronik endet mit dem lakonischen Eintrag: „1782 sünd wir aufgehoben worden. Amen.“ Die letzte Äbtissin war Gabriela Freiin von Schaffmann, die ihre letzten Lebensjahre in Armut verbrachte.
- Der über 800 Jahre alte „Gösser Ornat“ (gestiftet von Äbtissin Kunigunde II., um 1260, mitgestickt von ihr selbst) wurde 1911 an das MAK Wien verkauft; in Leoben gibt es wiederkehrende Bestrebungen, ihn leihweise für Ausstellungen zurückzuholen.
- In der Krypta wurden bis in die 1960er-Jahre Särge der Äbtissinnen aufgestellt; mumifizierte Körper wurden später in ein Schachtgrab umgebettet, dessen Boden mit Steinen aus der Mur ausgelegt ist – ein bewusster Rückbezug auf die Gründungslegende.
- Der Sage nach vertrieben betende Nonnen mit Fackeln am Kalvarienberg Angreifer, deren Lichter als „brennende Schwerter“ gedeutet wurden – volkstümliche Erklärung für Turm und Wehrmauer gegen die Türkenbedrohung.
- Napoleon Bonaparte quartierte sich im April 1797 in den Räumen des kurz zuvor aufgehobenen Stifts ein; am 18. April 1797 wurde der Vorfriede von Leoben im nahen Eggenwald’schen Gartenhaus unterzeichnet.
- Der „Josephinische Sparsarg“ von 1784 – ein wiederverwendbarer Sarg mit Bodenklappe zur Materialersparnis – ist bis heute im Schauraum des Stifts erhalten; die Maßnahme wurde nach massiven Protesten bereits nach 6 Monaten zurückgenommen.
- Die Stiftschronik endet mit dem lakonischen Eintrag: „1782 sünd wir aufgehoben worden. Amen.“ Die letzte Äbtissin war Gabriela Freiin von Schaffmann, die ihre letzten Lebensjahre in Armut verbrachte.
- Der über 800 Jahre alte „Gösser Ornat“ (gestiftet von Äbtissin Kunigunde II., um 1260, mitgestickt von ihr selbst) wurde 1911 an das MAK Wien verkauft; in Leoben gibt es wiederkehrende Bestrebungen, ihn leihweise für Ausstellungen zurückzuholen.
- In der Krypta wurden bis in die 1960er-Jahre Särge der Äbtissinnen aufgestellt; mumifizierte Körper wurden später in ein Schachtgrab umgebettet, dessen Boden mit Steinen aus der Mur ausgelegt ist – ein bewusster Rückbezug auf die Gründungslegende.